Nachrichten aus einem "wunderbaren Land", dem 'GFM-Rommel'-Land

(Artikel vom 17. April 2007)



Dieses Land ist so wunderbar, daß "in diesem unseren Lande" - Kohl, zitiert nach: Deutschland nach der Wende, München 1983 - (ehemalige) Parteimitglieder der NSDAP Ministerpräsident und Bundeskanzler werden können, ein großer Teil der Bevölkerung, der Parteien, Medien etc. daran keinen Anstoß nahm und nimmt und sie diese Funktionen lange Jahre ausführen können. Erst 2007 wird - auf der Ebene der nationalen Rundfunk- und Fernsehnachrichten (Verfassungsschutz etc. sind eh mehr damit beschäftigt, mit angeblichen V-Leuten das Personal von NPD etc. aufzufüllen) - gefragt und im Archiv nachgeschaut, ob der Betreffende (Hans Filbinger) Mitglied der NSDAP war.

Wunderbar: Ein amtierender Ministerpräsident und Nachfolger in Filbingers Amt will uns dahingehend belehren, daß die Nationalsozialisten in Wahrheit Gegner des NS-Regimes waren.

Wunderbar: Er sagt uns, seine Rede sei öffentlich und die bleibe so stehen. Wunderbar: Um im Amt zu bleiben und um weiter die Bevölkerung belehren zu können, entschuldigt sich der Nachfolger im Amt dafür, daß andere das verstanden haben, was er tatsächlich gesagt hat. Gleichermaßen wunderbar der Hinweis: Ein Mißverständnis sei entstanden. Daß richtig verstanden wurde soll ein Mißverständnis sein?

Wunderbar: Um im Amte zu bleiben sagt er uns, daß seine Rede doch nicht so stehen bleibe (wie er selbst).

Wunderbar die großen Herzen und die Fähigkeit, zu verzeihen, einfach nach vorn zu schauen. Denn es wird gesaget, man mußte und müsse Kriegsverbrechern und Justizmördern wie Filbinger eine zweite Chance einräumen. Wer räumt Walter Gröger - Filbingers Opfer im März 1945 - eine zweite Chance ein, wenigstens leben zu dürfen? Die CDU? Man raunt ihm zu: Sei doch nicht dumm und schau nach vorn.

Wunderbar: Z.B. die Fernsehleute vom ZDF weichen der Frage nicht mehr aus, was genau in der CDU unter diesem Namen verstanden wird, sie scheuen nicht mehr davor zurück, den verschiedenen und widerstreitenden Ansichten und Positionen ein Forum zu geben, die Diskussion zu befördern und solche Fragen zu klären, wie jemand wie Filbinger überhaupt Ministerpräsident eines Bundeslandes werden konnte, wie jemand wie Kiesinger Kanzler der Bundesrepublik werden konnte, wie jemand wie Walter Römer Karriere im Bundesjustizministerium machen konnte etc.etc. Wirklich wunderbar: Es braucht niemand mehr auf gleichermaßen feige und arrogante, verlogene und heuchlerische Schwätzer z.B. des ZDF hereinzufallen, pardon: Schwätzerinnen und Schwätzer, unbelehrbare Kriecher, dreist auf Gutmütigkeit und Gutgläubigkeit der anderen setzend, Lakaien der alten und neuen Gestapo.

Betrachten wir zur Illustration und beispielhaft einen kleinen Ausschnitt einer Korrespondenz zum Thema Filbinger, Diskussionsstand 2003.



An die

Redaktion "Heute Journal" Fax 06131 702709 17. September 2003



Sehr geehrter Herr Kleber,

in einem Beitrag gestern im "Heute Journal" über eine Ehrung des ehemaligen Ministerpräsidenten Hans Filbinger (Baden - Württemberg) zu seinem 90. Geburtstag wurde gesagt, daß Untersuchungsergebnisse von ernst zu nehmenden Historikern für eine Rehabilitierung des Herrn Filbinger im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit als Marinerichter der Deutschen Wehrmacht sprächen. Ich kenne diese Untersuchungsergebnisse nicht. Unbestritten war in der zurückliegenden Diskussion vor allem im Jahre 1978, die an Äußerungen von Rolf Hochhuth über Hans Filbinger anschloß, daß Filbinger als Richter verantwortlich für mehrere Todesurteile war.

In Deutschland besteht heute immer noch das Problem, daß es vielen Menschen, die vom Blick nach vorn sprechen und den Blick zurück mit dem gebotenen Bemühen um Wahrhaftigkeit scheuen, an Vorstellungskraft mangelt z.B. in der Hinsicht, daß die Opfer auch einen 90. oder 101. Geburtstag hätten erleben können. Leni Riefenstahl hat genausowenig wie Adolf Hitler persönlich Gas in eine Kammer strömen lassen. Sie hat über die sogenannte "Endlösung" nicht entschieden. Daß und wie sie diese Entscheidung mit auf den Weg gebracht hat, ist ihr nicht klar geworden. Wie sonst ihre Frage: Wo liegt meine Schuld? Wir müssen Menschen wie sie, die persönlich keinen anderen Menschen erschossen oder getötet hat, heute nicht vor Gericht stellen. Aber wir müssen die Frage stellen, welche Fehler geschehen sind und weiter geschehen.

Für mich zusammen mit anderen ist es schwer erträglich daß statt der Opfer 58 Jahre nach Kriegsende Täter geehrt werden, denen - Blick nach vorne - eine zweite Karriere gelungen ist.

Falls die angesprochenen Untersuchungsergebnisse belegen, daß Herr Filbinger als Richter nicht verantwortlich für den Tod mehrerer Menschen war, will ich meine Position - was diesen Fall angeht - gern überdenken und korrigieren. Für einen Literaturhinweis wäre ich ggfs. dankbar.

Mit besten Grüßen Unterschrift W. Schmidt



Zweites Deutsches Fernsehen 55100 Mainz Dr. Claus Kleber Im September 2003

Lieber Herr Schmidt,

herzlichen Dank für Ihre nachdenkenswerten Zeilen. Wir haben uns diesen Bericht auch nicht leicht gemacht. Wenn Sie weitere Anregungen haben wollen, empfehle ich Ihnen zur Lektüre die Artikel in der FAZ Sonntag vom 14.9. und (kürzer) der FAZ vom 15.9. Beide mit weiteren Literaturangaben. Bleiben Sie uns bitte gewogen. Herzlich Ihr Claus Kleber.





Redaktion "Heute Journal"

- Herrn Dr. Claus Kleber -

Fax 06131 702709

27. Oktober 03

Sehr geehrter Herr Kleber,

für die Literaturhinweise betreffend den ehemaligen Ministerpräsidenten Hans Filbinger bin ich dankbar. Die Artikel der angegebenen FAZ-Ausgaben, die mir der Verlag freundlicherweise zugeschickt hat, habe ich gelesen.

Gestern wurde im ZDF ein Gottesdienst aus Bregenz übertragen, in dem an den Gitarrenbauer Ernst Volkmann wegen seines Widerstands aus christlicher Überzeugung gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft erinnert wurde. Eine ermutigende Erinnerung und Würdigung eines mutigen Menschen, der wegen seines Eintretens für seine Überzeugung - dem Regime nicht militärisch dienen zu wollen - Vorbild ist. Er wurde von Militärrichtern 1941 zum Tode verurteilt und in Plötzensee hingerichtet.

Herr Günther Gillessen in der FAZ vom 14.09. formuliert als Schlußsatz: Filbinger - ein grausamer Militärrichter, ein "furchtbarer Jurist"? Nichts davon hält genauer Betrachtung stand.

Der einundzwanzigjährige Matrose Walter Gröger beging 1943 das "Verbrechen", leben zu wollen und andere leben zu lassen. Er desertierte. Herr Gillessen sagt, daß die Militärgerichte bei der Rechtsfindung grundsätzlich unabhängig waren. Im Fall Gröger spricht er davon, daß Herr Filbinger als Vertreter der Anklage auf Weisung des Flottenchefs die Todesstrafe beantragen mußte. "Der arme Teufel war verloren." Die Opfer der nationalsozialistischen Justiz arme Teufel? Disziplin in der nationalsozialistischen Kriegsmaschinerie, Verfolgung von "Wehrkraftzersetzung" und eine entsprechende Justiz mußte sein? Der Ausdruck zeigt eine mangelnde Distanz zu denjenigen innerhalb der sog. gebildeten Schichten, die eine Stütze des Regimes waren und sich nur zu bereitwillig das Rückgrat brechen ließen. Er verrät etwas von der Widerlichkeit in der Gedankenwelt aalglatter Karrieremacher vor 1945 und danach. Er soll Mitgefühl in herablassender Weise gegenüber dem eigenen Opfer transportieren: Der arme Mensch, ein trauriges Schicksal. Eine tragische Zwangsläufigkeit? Ein von Menschen, die sich nicht gegen Unrecht stemmen, vielmehr williges Werkzeug sind und damit die Diktatur herbeiführen und stützen (weil sie mehr oder minder von ihr umgekehrt zu profitieren hoffen und in dieser Erwartung auch bedient werden), hergestelltes "Schicksal". Ob Herr Filbinger nur in einer Art Gehorsam die Todesstrafe beantragte oder aus eigener Auffassung, das Ergebnis war für das Opfer gleichermaßen furchtbar. Eine Verweigerung hätte Mut erfordert und ein Risiko bedeutet, aber wäre eine Entscheidung unter Achtung der Menschenrechte und für das Leben gewesen. Ein Jurist, der seine Unterschrift setzt, weiß was er tut, und er hat andere Einblicke als die einfachen Soldaten, die ihr Leben riskieren müssen. Er hat nicht Recht herbeigeführt, die geltenden Gesetze decken ihn nicht, denn sie waren kein Recht. Der Staat selbst war zum bestialischen Gewalttäter geworden und eine Desertion oder Verweigerung des Militärdienstes - ob nun aus mehr oder weniger ausdrücklich christlicher Überzeugung heraus - war Widerstand. Der, der die Zusammenhänge auch später nicht sehen will und kann, weil er selbst seine Verstrickung nicht aufklären kann, ist nicht Vorbild.

Soll er durch Ehrungen im Jahr 2003 wieder zum Vorbild gemacht werden und der arme Teufel ein armer Teufel auch im Gedächtnis der nachwachsenden Generation bleiben? Adolf Hitler hatte einen gut funktionierenden Verstand und die nahende militärische Niederlage wurde im Kriegsverlauf absehbar ab 1941. Der letzte Schritt seiner Sendung (unter den Einbildungen darüber, wodurch seine Entscheidungen gesteuert werden, tritt diese Vorstellung von einem bestimmten Zeitpunkt ab hervor), vor allem Vernichter des Marxismus zu sein, war der Versuch einer vollständigen Demoralisierung der Deutschen, aus der nicht mehr herauszufinden ist. Da Herr Filbinger darauf beharrt, sich als Opfer einer Rufmordkampagne zu sehen - und damit zusammenhängend wegen eines Nichtbegreifens der Rechtsverhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft in ihrer Geschichte (Stichwort 'positives Recht') -, muß sich eine entschiedene Gegenposition ergeben.

Wir brauchen in Deutschland nicht nach einem General Rommel, nicht nach Lettow-Vorbeck und Waldersee benannte Kasernen, sondern nach Anne Frank, den Geschwistern Scholl und Janusz Korczak benannte Schulen. (Vgl. Hans Canjé, Die Paten der Bundeswehr, Antifa September 2000). Ist es nicht besser - solange Kasernen noch gebraucht werden - sie heute in Deutschland z.B. nach Martin Niemöller zu benennen, der als ehemaliger U-Boot-Kommandant Kriegsgegner (und persönlicher Gefangener Adolf Hitlers) geworden war? Eine solche Benennung wäre Programm. Eine Benennung z.B. nach Rosa Luxemburg wieder rückgängig zu machen, war ein anders lautendes Programm.

Soviel unmittelbar zu dem Thema "Ehrung eines ehemaligen Militärjuristen".Von meinem Standpunkt aus und aus meiner Sicht der Dinge, ist es der Sache dienlich und wünschenswert, bei einer Gelegenheit auch persönlich Ansichten und Argumente zu erörtern.

Mit besten Grüßen Unterschrift W. Schmidt



Zweites Deutsches Fernsehen 55100 Mainz, Brief vom September 2003





Schon am Montag, den 12. Mai 2003 hatte eine Jana Thiel vom ZDF (Sportredaktion) in der Musikschule Schmidt angerufen. Sie bekam den Musikschulleiter ans Telefon, selbstverständlich unter den Ohren des bzw. bei Telefonüberwachung durch den ZDF-Kameraden und kriminellen "Big Brother", vgl. den Artikel GEZ und WDR in Köln, Wegelagerei und vollständige Blamage mit den Anmerkungen zu dem feigen Cl. Kleber, den Artikel Die Freunde der Menschenvergaser, die ARD-Kachelmannschaft und ein Gütersloher Spaßgericht und die Artikel zur Gütersloher Kreispolizei. Dieser Jana Thiel wurde zu denken gegeben, daß es sich bei einer Beeinflussung der gesellschaftlichen Entwicklung nicht um die Verwirklichung von Idealen, sondern zunächst darum handele, den Verhältnissen ihre eigene Melodie vorzuspielen.

Die Antwort der ZDF-Kameradschaft in den folgenden Jahren ist die Melodie des Nazi-Liedes vom Dönerstand.











Versöhnung mit den Verbrechern und Verhöhnung der Opfer? (8. Mai 2016)

Das deutsche Reich hat im Jahr 1914 mit dem Überfall auf Nachbarländer - im Zeitalter der großen Industrie mit enorm entwickelter Technik - zusammen mit Österreich-Ungarn den bis dahin umfassendsten, grausamsten und blutigsten Krieg der Geschichte begonnen, den ersten Weltkrieg. Die deutsche Sozialdemokratie mit Ebert und Scheidemann hat den Angriffskrieg der selbst ernannten Herrenmenschen und die Barbarei von Beginn an unterstützt und Kriegsgegner wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht heimtückisch verfolgt und kurz nach Kriegsende ihre Ermordung betrieben. Der Großvater väterlicherseits des Musikschulleiters ist in den ersten Monaten des Krieges in Frankreich ums Leben gekommen. Er ist seitens des deutschen Reichs und seiner 'Sozialdemokratie' als Kanonenfutter mißbraucht, umgebracht, ermordet worden, er ist ein Opfer von Kaiserreich und Ebert-SPD. Eine Familie mit drei kleinen Kindern verlor den Vater und ihre Zukunft. Solange die SPD ihre Ehrung des Verbrechers Ebert und seiner Gefolgsleute nicht beendet und sich auch nach hundert Jahren noch immer nicht in aller gebotenen Klarheit auf die Seite der Kriegsgegner stellt, muß eine Versöhnung mit einer derart verkommenen politischen Organisation ausgeschlossen bleiben. Es wäre eine Versöhnung mit der Barbarei. Demokraten würden sich selbst verleugnen, sich auf die Seite der Täter schlagen und ebenso wie diese beginnen, die Opfer zu verhöhnen.

Das deutsche Reich, nun als NSDAP-, Gestapo- und SS-Staat, hat im Jahr 1939 mit dem Überfall auf Nachbarländer, unter Nutzung und Mißbrauch weiter entwickelter Technik, den umfassendsten, grausamsten und blutigsten Krieg der Geschichte begonnen, den zweiten Weltkrieg.

Das deutsche Reich und seine Kriegsverbündeten Japan und Italien u.a. wurden unter ungeheuren Opfern besiegt, viele Länder wurden befreit und viele Menschen konnten daher - und nur daher - wenigstens teilweise nie dagewesenen Verbrechen wie dem Völkermord an den Juden, Sinti und Roma, millionenfachem Mord an Bürgern der Sowjetunion, Europas, Afrikas, Chinas und Südostasiens entkommen. Das deutsche Reich wurde zerschlagen, die Mitglieder von NSDAP, das Personal von Gestapo, SS, von deutschem Militär, von NSDAP-Justiz etc. blieben. Die juristische Aufarbeitung und ein Zur-Rechenschaft-Ziehen der Täter wurde nach kurzem Aufbruch, den Nürnberger Prozessen, beiseite geschoben. Die USA - und Deutschland sowieso - entwickelten Interesse an der Übernahme von Gestapo- und sonstigem NSDAP-Personal. Erst 1985 - 40 Jahre nach Kriegsende - sprach ein deutscher Bundespräsident vom 8. Mai als einem Tag der Befreiung, allerdings ohne die seit 40 Jahren überfälligen juristischen und politischen Konsequenzen in Gang zu setzen.

Solange und sofern der Nachfolgestaat - zunächst einer der Nachfolgestaaten seit 1949 - des deutschen Reiches das Personal des NSDAP-Staats flächendeckend in Justiz, Polizei, Militär und Verwaltung, in Schulen und im Gesundheitswesen, im auswärtigen Amt, sonstigen Ministerien und in den höchsten Staatsämtern von Präsident, Bundeskanzler, Ministerpräsident, Staatssekretären unbehelligt ließ, zweite Karrieren ermöglichte und förderte, mußte und muß eine Versöhnung mit einem derart verkommenen politischen Gebilde ausgeschlossen bleiben. Die Ehrung des Hitlergenerals Erwin Rommel mit der Benennung von Kasernen - und weitere Ehrungen besonders in Baden-Württemberg - ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die von der deutschen Barbarei, Lebens- und Menschenverachtung betroffen waren und sind, insbesondere der Angehörigen der Millionen ermorderter Opfer, die Fürsprecher und Widerstand gegen ihre Verhöhnung brauchen. Im Namen von nicht mehr gegenwärtigen Menschen kann es eine Versöhnung nicht geben, die für die Weiterlebenden daher an Bedingungen geknüpft ist.

Hinsichtlich begangener Verbrechen wird von interessierter Seite gern betont, daß es sich um Ereignisse in der Vergangenheit handle. Von dem Moment ab, in dem das Opfer gemordet wird, ist das Leben des Opfers vergangen: Vergangenheit. Die Perfidie setzt sich nachträglich fort mit der Betonung, daß es Vergangenheit sei, daß nun nach vorn zu schauen sei. Die lebendigen Täter bleiben allerdings Täter, ob in Berlin oder Wien, Tokio oder Rom, in Damaskus, Moskau und Teheran, in den Gebieten des sogenannten Islamischen Staats im Irak und in Syrien, in Gebieten der Boko Haram, in Washington oder London, in Kibali u.a.. Die 'Vergangenheit' hält sie fest, sie hat bei sehr vielen Menschen - einer Mehrheit von Menschen trotz vieler sogenannter Massenmedien - Spuren hinterlassen, Trauer, Zorn, Erinnerung, Einsichten und den Antrieb, Täter früher oder später zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Antrag des Musikschulleiters auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer nach Artikel 4 des Grundgesetzes wurde 1967-1968 von Prüfungsausschus und Prüfungskammer im Verantwortungsbereich der 'Bundeswehr' abgelehnt. Die Frage des Ausschusses, ob er bereit gewesen sei, seine Eltern bei der Bombardierung Dresdens 1945 mit einem Flugabwehrgeschütz zu schützen, war von dem Verfasser als ein ihm sich nicht stellendes Problem bezeichnet worden, woraufhin er als unglaubwürdig eingestuft und als Verweigerer abgelehnt wurde. Um nicht in die 'Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne' in Augustdorf eingezogen und in dieser Kaserne 'erzogen' zu werden, blieb dem Verfasser keine andere Wahl, als seinen Studienort zum Herbst 1968 von Detmold nach West-Berlin zu verlegen. Für Westberliner gab es 1968 keine Wehrpflicht.



World War II 1939-1945, 3 June 1940 Arnaud De La Portaliere murdered near Dunkirk by Hitler's generals Erwin Rommel, Eduard Wagner etc., Walther Schmidt and the German 'Wehrmacht' (3/4 June 2015)

Amongst the French forces still holding out against the German onslaught on the 3rd June were the 32nd Division. At 4am on the 3rd two of their battalions were ordered into a counter-attack. Before the attack French Officer Arnaud De La Portaliere, a former monk, wrote this letter to his mother:

My dear Mother,

Tomorrow is the big day. We must receive the 'Fritz'. I am with my section in a dangerous place that I have demanded. Everything is going well.

I am currently in a Belgian farm not far from the Germans. It is 10 p.m. It is not very nice. If tomorrow I manage to survive, and I doubt I will, I will write to you. If not, I would like to tell you that I am happy to die for France, and I willingly give my life for you all.

I will not send this letter, but I will keep it in my wallet. The ideals I have always espoused are sustaining me, and I hope that the little I have sacrificed in this life will not be forgotten in the other.

I am sending you 100,000 kisses.

Arnaud

De La Portaliere was killed by a grenade splinter to the head. The letter was found by a colleague in his wallet.

This letter is reproduced in Dunkirk: Fight to the Last Man. See more at: ww2today.com



3/4 June 2015: No one is forgotten. But there is a difference between victim and perpetrator and therefore unbridgeable antagonism.



Nach einer Meldung der dpa vom 16.02.2011 läßt der sog. Bundesnachrichtendienst BND wunderbare 55 Jahre nach seiner Gründung seine NS-Vergangenheit aufarbeiten:

"Unabhängig von politischen oder inhaltlichen Vorgaben soll eine vierköpfige Historikerkommission Akten aus der Frühzeit des Auslandsgeheimdienstes durchleuchten. Die Forscher sollen in den nächsten vier Jahren die Zeit zwischen 1945 und 1968 aufarbeiten, als der BND-Vorläufer - die Organisation Gehlen - zahlreiche NS-belastete Mitarbeiter beschäftigte." Das Team besteht aus den Professoren Jost Dülffer, Rolf-Dieter Müller, Klaus-Dietmar Henke sowie Wolfgang Krieger. "Sie sollen von einer internen Forschungsgruppe Geschichte des BND unterstützt werden.

Der frühere NS-Wehrmachtsgeneral Reinhard Gehlen (1902 bis 1979) hatte 1946 unter US- Führung den deutschen Auslandsnachrichtendienst mit der Bezeichnung «Organisation Gehlen» geschaffen. Im Zweiten Weltkrieg hatte er als Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost für Hitlers Militärs Informationen über die Rote Armee zusammengetragen. 1956 gründete die Regierung von Konrad Adenauer (CDU) dann den BND. Gehlen leitete den Dienst bis 1968.

In den vergangenen Jahren hatten auch das Auswärtige Amt und das Finanzministerium mit Expertenkommissionen ihre NS-Vergangenheit aufgearbeitet. Beim BND wollen die Historiker unter anderem die Frage beleuchten, wie die Adenauer-Regierungen mit der NS-Belastung des Dienstes umgegangen sind. Müller sagte der dpa, es gehe auch um die Frage, welchen Einfluss die Beurteilung Russlands durch Gehlen auf die Entwicklung des Kalten Krieges und die Amerikaner gehabt habe." (Ende des Zitats)

CDU Konrad Adenauers 'Bundesnachrichtendienst' BND und Massenmord:
1952/1958: CIA-Akten 2006: Aufenthaltsort Adolf Eichmanns dem BND und CIA bereits 1958 bekannt - BND-Akten: Aufenthaltsort Eichmanns sogar schon 1952 bekannt
1958-1962: 26 September 2011: Wanted Nazi Walter Rauff was German 'Bundesnachrichtendienst' spy between 1958-1962 - Walter Rauff: Gas van engineering and mass murder - Word War II: German gas vans in concentration camps, in Poland, Baltic states, Soviet Union, Serbia and North Africa - 27. September 2011: Bislang geheimgehaltene Akten des BND belegen, daß Walter Rauff wegen seiner Tätigkeit im Reichssicherheitshauptamt (Entwicklung und Einsatz von Gaswagen) 1958 vom BND eingestellt wurde
1965: In 1965 'Butcher of Lyon' SS-Hauptsturmführer Klaus Barbie was recruited by the BND, his initial monthly salary of 500 Deutsche Mark was transferred in May 1966 to an account of the Chartered Bank of London in San Francisco in the USA, which recruited him in 1947 as an agent for the USA Army Counter Intelligence Corps CIC, and he made at least 35 reports to the BND headquarters in Pullach
2007/2011: 27. September 2011: Deutscher Verfassungsschutz läßt eigene NS-Vergangenheit untersuchen, schon 2011 - 30 November 2011: Investigators have found that in 2007 the German Intelligence Service BND destroyed files of 250 employees who had been in the Nazi SS or Gestapo
2014: 27 October 2014: USA intelligence and law enforcement agencies likely employed over 1,000 Nazis as spies during the Cold War, sometimes ignoring or concealing their war crimes and helping them immigrate to the USA, some had served at the highest levels of the Nazi Party and were recruited to work as spies for the USA in Europe - 11 November 2014: Secret, internationally approved war crimes indictments of tens of thousands of Nazis have been released to researchers at Soas, University of London, after a seven-year fight, and will soon be made available to the public
2015: 16 July 2015: UN war crimes files reveal that SS guard Gröning faced trial after the war for his role in the Holocaust but USA cold war fears led to Nazis being released






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Weiter zum Artikel: Crises in Europe - economy, politics, wars, natural disasters

Weiter zum Artikel: Das "wunderbare Land" und die K-Frage 2009: Kläffende Köter, Carstensens Kieler Karren und nicht nur ein hervorragender "Kopp".

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Weiter zum Artikel: GEZ und WDR in Köln, Wegelagerei und vollständige Blamage

Weiter zum Artikel: Die Freunde der Menschenvergaser, die ARD-Kachelmannschaft und ein Gütersloher Spaßgericht

Weiter zum Artikel: Städtepartnerschaft mit Schilda: Gestapo-Gütersloh, Büdelsdorf, Kiel und ...

Weiter zum Artikel: Langenberger "Happy Kadaver" Theologie

Weiter zum Artikel: Kreispolizei deckt gewaltbereites Gesindel und ist selbst heimtückisch.

Weiter zum Artikel: Heimtückische Kreispolizei Gütersloh, gewaltbereites Gesindel und die K-Frage seit 1914

Weiter zum Artikel: Oktoberrevolution 1917 in Rußland, Novemberrevolution 1918 in Deutschland

Weiter zum Artikel: Finanz- und Wirtschaftskrise 2008, McCains und Steinbrücks Umgang mit Menschen



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